So wird dein Hund sicherer

Ursachen

Viele Hunde sind in der einen oder anderen Situation unsicher. Die Ursachen hierfür sind vielfältig.

  • Schlechte Erfahrung
  • Keine Erfahrung
  • Medizinische Ursachen
  • Ängstliche Eltern (vor allem die Mama)
  • Zuchtziel (Tendenzen einer Rasse)

Um nur ein paar zu nennen.

Manchmal wissen wir auch garnicht, was auf uns zukommt, wenn wir einen Hund adoptieren. Vielleicht handelt es sich um einen jungen Hund und er entwickelt sich erst oder wir lernen ihn in einem anderen Umfeld kennen, wo er völlig entspannt ist und erst bei uns ist er mit Alltagssituationen konfrontiert, mit denen er nicht umgehen kann.

Auch die Ausprägung der Unsicherheit kann verschiedenste Stärken haben. Vielleicht findet dein Hund nur grelle Kleidung komisch oder er wird bei jedem neuen Ding völlig panisch. Je schlimmer dieses Problem ist, desto vorsichtiger müssen wir damit umgehen.

Hilfe

Liegt nur eine leichte Unsicherheit in manchen Situation vor, kann ein souveräner Mensch vielleicht schon ausreichen. Ist es jedoch mehr oder öfter als das, macht ein gezieltes Training oder sogar eine Beratung bei einem Verhaltenstierarzt Sinn.

Vor allem die ausgeprägte Angststörung gehört unbedingt in verhaltenstierärztliche Hände, denn hier muss medikamentös unterstützt werden.

Bist du dir nicht sicher, kannst du jedenfalls einen Verhaltenstierarzt aufsuchen oder auch einen Trainer zu Rate ziehen. Dieser wird dich bei Bedarf an einen Tierarzt verweisen.

Was du tun kannst

Gehört dein Hund nicht gerade zu den panischen Härtefällen, kannst du ihn super im Alltag unterstützen, indem du

  • In schwierigen Situationen für ihn da bist
  • Ihn beschützt (vor allem wenn er andere Lebewesen gruselig findet)
  • Seine Emotion zum Auslöser veränderst (hier kommt ein Trainer ins Spiel)
  • Sein Körpergefühl schulst (sieh unten)
  • Ihn Erfolge haben lässt (siehe unten)
  • Für Entspannung sorgst

Im Detail

Für ihn da sein und ihn beschützen kannst du, indem du dich zB zwischen den Auslöser und deinen Hund stellst. Du kannst auch mit ihm Reden oder ihn streicheln (wenn er das in der Situation mag), wenn er erschrocken ist oder vor etwas Angst hat. Hier hilft jedem Hund etwas anderes, du kannst also ausprobieren.

Die Emotion zum Auslöser wird durch gezielte Gegenkonditionierung geändert. Hierbei wird der Auslöser so präsentiert, dass er dem Hund keine Angst macht und er bekommt stattdessen etwas Tolles. Dieses Training sollte aber nur mit einer fachkundigen Unterstützung durchgeführt werden.

Allgemeines Selbstbewusstsein

Eine sehr Effektive Form am Selbstbewusstsein zu arbeiten ist, das Körpergefühl zu schulen. Du kannst hierfür zB Dinge auf dem Spaziergang nutzen, wo dein Hund drübersteigen, drunter durchkriechen, umrunden, klettern usw muss. Dabei sollte er sich nicht verletzen können aber Spaß haben. Futtersuchspiele sind hier sehr gut geeignet.

Allerdings solltest du deinen Hund nicht über ein Hindernis locken, denn dabei ist er eher fokussiert auf das Futter/Spielzeug und stolpert vielleicht. Das wäre keine optimale Erfahrung.

Erfolge

Die beschriebenen Übungen sind für deinen Hund bereits lauter kleine Erfolge. Möchtest du diese aber noch häufiger in euer Leben einbauen, eignen sich sämtliche Intelligenzspiele, Tricks (vor allem, wenn sie mit dem Clicker frei geformt werden), Suchspiele und Übungen, wo sich dein Hund ein kleines Bisschen überwinden muss.

Du kannst zB in ein Handtuch ein Keks einrollen und deinem Hund geben. Hier kann er herumprobieren, wie er da ran kommt und wenn er es schafft ist die Freude riesig. Viele Hunde scheinen dabei sogar ein paar cm zu wachsen, weil sie so stolz sind. Es ist eine Freude das zu sehen.

Jedoch solltest du mit all diesen Dingen immer so vorgehen, dass möglichst wenig Frust entsteht und die Erfolge sehr schnell erreichbar sind (gerade am Anfang). Denn nur so ist das Erlebnis für deinen Hund positiv.

In jedem Fall

Der letzte und wahrscheinlich wichtigste Punkt ist Entspannung. Dein Hund sollte, je nach Alter und Gesundheitszustand, 18-22Std schlafen. Ein absolutes Minimum wären 16Std, was aber als Ziel eher ungeeignet ist, da wir erfahrungsgemäß weniger schaffen.

Um das zu erreichen kannst du über ein paar Tage ein Protokoll führen, wo du die Dauer und genaue Position deines Hundes festhältst.

Danach folgt das Training. Hierbei wird dein Hund an aktive Entspannung durch dich gewöhnt und ein Ritual mit einem Signal, einem Duft und/oder Musik und der aktiven Entspannung aufgebaut.

Dies kannst du dann auch auf dem Spaziergang nutzen um sogenannte Ruheinseln aufzubauen. Das sind spezielle Stellen auf eurer Runde, wo ihr eine Pause macht und entspannt.

Ihr könnt euch auch an einer geeigneten Stelle hinsetzen und der Welt beim Vorbeiziehen zusehen. Allerdings sollte das nur gemacht werden, wenn der Hund dabei entspannt ist.

Also…

Im Zweifel hilft dabei immer ein guter Trainer. (hier kannst du ein kostenfreies Vorgespräch buchen)

Zusammengefasst kann man also sagen, positive Erfahrungen und Erfolge machen selbstbewusst, genauso wie zu wissen, was als nächstes passieren wird. Daher ist hier ein Training ohne Strafreize besonders wichtig. Du als Halter musst für deinen Hund berechenbar und zuverlässig sein. So könnt ihr gemeinsam jede Situation meistern.

Viel Spaß beim Erkunden

 

Möchtest du über weitere Blogartikel und Termine informiert werden?

Dann klick hier